Das Grundstück der neuen Feuer- und Rettungswache Bergisch Gladbach ist als bewaldete Grüninsel von stark befahrenen Straßen umgeben. Der Entwurf ist von der behutsamen Integration des Neubaus in den vorhandenen Naturraum geprägt. Durch den weitgehenden Erhalt des Baumbestands sowie ergänzende Pflanzungen entsteht um die kompakte Gebäudestruktur ein umlaufender grüner Filter, der lediglich durch die notwendigen Ein- und Ausfahrten sowie die Zugänge zum Gebäude unterbrochen wird.
Städtebaulich gliedert sich das Gebäude in drei gegeneinander versetzte Riegel mit abgestufter Höhenentwicklung. Begrünte Terrassen vermitteln zur benachbarten Wohnbebauung, während der mittlere Riegel einen geschützten Betriebshof ausbildet, der sich zum Wald öffnet. Der höchste Gebäudeteil definiert die städtebauliche Kante des Grundstücks, dient als Lärmschutz und verleiht dem Neubau eine markante Präsenz. An der Grundstücksspitze befindet sich der Haupteingang, der eine klare Adresse schafft und direkt in das zentrale Foyer führt. Die Ausbildungsbereiche sind hier unmittelbar angebunden und unabhängig vom Einsatzbetrieb nutzbar. Die funktionale Organisation orientiert sich konsequent an den Anforderungen des 24-Stunden-Betriebs. Feuerwehr, Rettungsdienst, Verwaltung, Ausbildung und Werkstatt sind klar gegliedert und effizient miteinander verknüpft. Kurze Wege im Alarmierungsfall sowie die Trennung von Ruhe-, Arbeits- und Einsatzbereichen gewährleisten optimale Betriebsabläufe.
- Fertigstellung
- ca. 2031
- Leistungsphasen
- 1-9
- Bauherr
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Stadt Bergisch Gladbach
- Projektpartner
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ARGE mit HIG Ingenieurgesellschaft (Tragwerk), Bohne Ingenieure(TGA)
- Flächen
- 14.350 m² BGF
- Visualisierung
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studio.dragusha
Ansichten
Architektonisch wird der Neubau durch vertikale Aluminiumlisenen geprägt, die die Fassaden gliedern und ein plastisches Wechselspiel von Licht und Schatten erzeugen. Das eloxierte Aluminium mit einem Recyclinganteil von mindestens 50 Prozent verbindet Langlebigkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Begrünte Terrassen und Loggien auf allen Ebenen schaffen zusätzliche Aufenthaltsqualitäten für die Mitarbeitenden und stärken die Verbindung zwischen Gebäude und Landschaft.
Ergänzt wird dies durch ein wirtschaftliches, robustes und dauerhaft betriebssicheres Bau- und Technikkonzept, das die Anforderungen an Verfügbarkeit, Redundanz und Funktionssicherheit im Sinne der kommunalen Gefahrenabwehr erfüllt. Die flexible Grundrissstruktur ermöglicht zudem eine langfristige Anpassung an zukünftige Anforderungen ohne großen Umbauaufwand.
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