Durch die Überbauung der Olroggestraße werden zwei historische Fischpackhallen aus den 1930er-Jahren zu einem zusammenhängenden Museumsensemble vereint. Das neue, zentrale Glasfoyer gibt dem ehemaligen Straßenraum seine Erschließungsfunktion zurück und dient heute als Hauptausstellungsraum. Die Gliederung des Museums folgt konsequent der Gebäudestruktur: In den restaurierten Fischhallen sind die Themenbereiche als „Raum-im-Raum“-Konstruktionen untergebracht, während die neue Glashalle als verbindendes Element die Orientierung übernimmt.
Es entsteht ein Wechselspiel zwischen der hohen, offenen Halle und den geschlossenen Kabinetten. Das westliche Ende der Halle ist als Besprechungs- und Versammlungsraum abtrennbar und kann unabhängig von den Museumsöffnungszeiten genutzt werden. Ergänzt wird das Programm durch Flächen für Museumspädagogik und einen Spielbereich für Kinder. Das Konzept setzt auf minimale Eingriffe in die Bausubstanz, um den Charakter der typischen Industriearchitektur zu bewahren. Ein abgestimmtes Energiekonzept stellt zudem den wirtschaftlichen Betrieb des Projekts sicher, das unter anderem mit EU-Mitteln (EFRE) gefördert wurde.
- Fertigstellung
- 2013
- Leistungsphasen
- 1-9
- Bauherr
- Stadt Cuxhaven, Dezernat III
- Projektpartner
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Arge mit Ludwig Architekten (Ausstellungsplanung)
- Flächen
- BGF 4.128 m² | BRI 28.000 m³
- Ort
- Cuxhaven
- Wettbewerb
- 1. Preis
- Auszeichnungen
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2017 | Niedersächsischer Museumspreis, Nieders. Sparkassenstiftung
2015 | EMYA 2015 (European Museum of the Year 2015 Award) - Nominierung
2014 | Iconic Awards 2014, Best of Best, architecture winner
- Fotos
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(2-6, 8-10) Keller Fotografie, (1,7) E. Wiedenhöver
- Projektnummer / Copyright
- © GATERMANN + SCHOSSIG
Pläne
Bestand